Firma in Spanien


15756-300x217Unternehmensgründung in Spanien

Die Gründung eines eigenen Unternehmens in Spanien ist eigentlich viel einfacher als man denkt.

Sie folgen denselben logischen Grundregeln wie praktisch in jedem anderen Land der Welt, nun das tatsächliche Verfahren kann anders sein, da es von der lokalen Bürokratie abhängt.

Eigentümlichkeiten bei der Gründung eines Unternehmens:

  • Entwicklung eines Geschäftsplanes;
  • Betrachtung der Finanzierungsmöglichkeiten;
  • Auswahl der Art der Organisationseinheit;
  • Wahl eines Notars, Buchhalters und Steuerberaters;
  • Auswahl eines Firmennamens und seine Registrierung;
  • Ersuchung einer Bürofläche;
  • Erwerbung der notwendigen Lizenzen und Genehmigungen.

Wichtigsten Arten von Geschäftseinheiten:

  • Aktiengesellschaft (Sociedad Anonima / S.A.);
  • Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Sociedad de Responsabilidad Limitada, S.R.L./S.L.);
  • Neue Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Sociedad Limitada Nueva Empresa).

Allgemeine Firmenanmeldung kostet bis zu 1.500 Euro.

Während Ihre Firma registriert wird, können Sie die notwendigen professionellen Dienstleistungsverträge formalisieren (dies können Buchhaltungs- oder Steuerberatungsdienste sein, das heißt alle Dienstleistungen, die Sie für nötig halten). Die Höhe des Honorars für diese Dienstleistungen richtet sich in der Regel nach dem Arbeitsvolumen. Die Gebühr ist anfangs minimal und wächst entsprechend dem Wachstum Ihres Unternehmens und Ihrer Arbeitsbelastung auf.

Die Dauer einer neuen Firmenregistrierung kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem, ob Sie alles selbst machen oder die Sache den Spezialisten anvertrauen.

Sie können jederzeit den Rat von Experten von VYM Canarias einholen. Wir helfen Ihnen, in die richtige Richtung zu gehen.

Welche Rechtsform wählen: S. A. oder S. L.?

Der Hauptunterschied zwischen einer Aktiengesellschaft (Sociedad Anónima, SA) und einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Sociedad Limitada, SL) besteht darin, dass SA in der Regel eine große Anzahl von Aktionären hat und daher spezielle Managementverfahren zum Schutz von Minderheitsaktionäre besitzt.

Im Gegenzug S.L. hat in der Regel einen Eigentümer oder mehrere Miteigentümer. Die Verwaltungsverfahren dieser Unternehmen sind vereinfacht.

ALLGEMEINE MERKMALE UND UNTERSCHIEDE ZWISCHEN S.A. UND S.L.:

  S.A. Aktiengesellschaft S.L. GmbH
Mindeststammkapital 60.101,21 Euro 3.005,06 Euro
Kapitalhöchstgrenze Keine Keine
Höhe der Anzahlung des Stammkapitals 25 % 100 %
Haftung der Aktionäre Bis zur Höhe des Stammkapitalbeitrags
Anzahl der Aktionäre/Eigentümer unbegrenzt
Eigenkapitalbeteiligung Nominale Aktien oder Optionsscheine Nur nominale Aktien
Veröffentlichung im Amtsblatt Ja Nein
Hauptversammlungen Periodisch Flexibel
Gründungskosten Gleich
Steuern Gleich

Das Mindeststammkapital für die S.A. Gesellschaft beträgt 60.101,21 Euro.

Das Mindeststammkapital für die S.L. Gesellschaft beträgt 3.005,06 Euro.

Es gibt keine Kapitalhöchstgrenze weder für S.A. noch für S.L. Unternehmen.

Eine Anzahlung von nur 25% des Stammkapitals auf das Girokonto der neuen Gesellschaft ist ausreichend, wenn Sie eine SA-Gesellschaft eröffnen. Eine Anzahlung von 100% des Stammkapitals auf das Girokonto der neuen Gesellschaft ist erforderlich, wenn Sie eine S.L. Gesellschaft gründen.

Sowohl bei S. A. als auch S. L. Gesellschaft ist die Haftung der Aktionäre und Eigentümer auf die Höhe ihres Stammkapitalbeitrags begrenzt, d. h. Anteilseigner und Miteigentümer haften persönlich für die Unternehmensschulden nur in Höhe ihres Beitrags zu ihrem Stammkapital.

Die Mindest- und Höchstzahl der Miteigentümer beider Arten von Gesellschaften ist gleich: von einem einzelnen Eigentümer bis zu einer unbegrenzten Anzahl von Eigentümern oder Anteilseignern.

Die Kapitalbeteiligung jedes Miteigentümers am S.A.-Kapital wird durch die Anzahl seiner Aktien bestimmt, bei denen es sich um nominale Aktien oder Optionsscheine handeln kann.

Beteiligung jedes Miteigentümers an S.L.-Kapital wird durch die Anzahl seiner Aktien bestimmt, die immer nominal sind.

Im Allgemeinen erfordert die Unternehmensführung vom S.A. Gesellschaft die Einhaltung von vielen Anforderungen und Formalitäten. Zum Beispiel müssen wesentliche Änderungen in der S.A. Unternehmensverfassung in den Zeitungen und im Amtsblatt des Handelsregisters veröffentlicht werden, was natürlich gewisse Ausgaben impliziert.

Gesellschaften mit beschränkter Haftung (S.L.) können mit der Periodizität der obligatorischen allgemeinen Miteigentümersitzungen flexibler sein als die Kapitalgesellschaften (S.A.) in Bezug auf die Hauptversammlungen, was letztlich auch die Verwaltungskosten reduziert.

Die Kosten einer neuen Firmengründung, sei es von S.A. oder S.L., bei gleichem Grundkapital sind praktisch gleich.

  1. A. und S. L. zahlen Sie die gleiche Menge an Steuern.

Neue Gesellschaft oder Niederlassung/Filiale in Spanien

Welches ist die beste Geschäftsoption: ein lokales Unternehmen oder eine Filiale eines ausländischen Unternehmens?

Aus rechtlicher Sicht bestehen zwischen einer neuen spanischen Gesellschaft und einer Niederlassung folgende Unterschiede:

  • Mindestragendes Kapital: für S.A. Aktiengesellschaft (Körperschaft) beträgt 60.101 Euro. Für S.L. GmbH ist es 3.005 Euro oder 60.101 Euro für die kommandierte Gesellschaft. Die Filiale benötigt keine Mindestzuteilung.

Eine örtliche Gesellschaft ist eine unabhängige juristische Person, während eine Zweigniederlassung keine eigene juristische Person besitzt; es ist das gleiche wie das der Muttergesellschaft.

  • Die Haftung einer als S.A. oder S. L. gegründeten Gesellschaft ist hinsichtlich ihrer Schulden auf die Höhe der Kapitaleinlagen beschränkt.

Für die Filiale wird kein Haftungslimit für die Muttergesellschaft festgelegt.

Aus steuerlicher Sicht zahlen sowohl die örtliche Gesellschaft als auch die Zweigniederlassung die gleiche Einkommensteuer, die auf der Höhe des Nettogewinns basiert. Es gibt aber einige Unterschiede bei Steuern und Leistungen:

Eine Filiale beteiligt sich an den Gesamtkosten der Muttergesellschaft. Angewandte Kosten (falls zutreffend) sind für die Zweigniederlassung einfacher als für eine örtliche Gesellschaft absetzbar.

Zinsen auf Darlehen, die die ausländische Muttergesellschaft ihrer spanischen Niederlassung gewährt, unterliegen keinen Steuergutschriften für die Zweigniederlassung. Hingegen sind die Zinsen für die von den Gesellschaftern der örtlichen Gesellschaft gewährten Darlehen in der Regel für die Gesellschaft abzugsfähig, sofern die Transaktion zu Marktpreisen bewertet wird.

Eröffnung einer Niederlassung auf den Kanarischen Inseln

Um eine Niederlassung auf den Kanarischen Inseln zu eröffnen befolgen Sie diese Schritte:

  • Bereiten Sie die Dokumente im Zusammenhang mit der Gründung einer Niederlassung einer Muttergesellschaft vor und lassen Sie sie von einem beeidigten Übersetzer für ihre weitere Vorlage an das spanische Handelsregister übersetzen.
  • Erhalten Sie eine Bescheinigung der Rechtmäßigkeit der Muttergesellschaft vom spanischen Konsulat im Land des Firmensitzes.
  • Zahlen Sie den Betrag des Stammkapitals auf ein Konto in einer spanischen Bank ein.
  • Unterschreiben Sie die notarielle Urkunde der Repräsentanz.
  • Ernennen Sie einen Vertreter oder Treuhänder in Spanien.
  • Beantragen Sie eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (CIF).
  • Bezahlen Sie die entsprechenden gesetzlichen Formalitäten und Steuern.
  • Reichen Sie die Unterlagen an das spanische Handelsregister ein.